Mui Ne, Tag 4-6

Der Wecker klingelt wie gewohnt um 09:30 Uhr. Wieder habe ich meine 9,5 Stunden geschlafen. Unglaublich wie viel Schlaf ich hier brauchte. Als sonstiger Frühaufsteher stelle ich meinen Wecker sonst auf 5:30-06:00 Uhr und bin nach maximalen 7 Stunden Schlaf frisch, gut gelaunt , voller Tatendrang und als eine der ersten im Büro.

Hier funktioniert das einfach nicht. Ich stellte mir einmal den Wecker auf 06:00 Uhr, um mit dem Sonnenaufgang zu laufen. Das Gefühl beim Aufwachen war als hätten mich 3 Lastwagen abwechselnd überfahren. Und ich falle hier trotzdem gewohnt jeden Abend todmüde wieder ins Bett.

Wir gehen nach nur 1 Stunde rumgammeln (sonst brauchen wir auch schon mal länger bevor wir wieder unter den Lebenden sind) und Trödeln frühstücken. Einer der Kitelehrer begrüßt uns beim Schlürfen der morgendlichen Nudelsuppe. Offenbar wohnt er hier in der Gegend.

„Today: no kite surfing.“ Sagt er. Oh nein, ist etwa wieder kein Wind da? Ich sehe aufsteigende Enttäuschung in Klaus Augen.

„No kite school“. äh…what?

Wir frühstücken schnell zu ende und gehen an den Strand. Dort erwartet uns ein ungewohntes Bild der Verwüstung. Lees kite-schule ist quasi weg. Das Meer scheint den Sand auf dem leicht betoniert alles aufgebaut war durch offenbar sehr hohe Wellen abgetragen zu haben. Die Kite-Schule daneben hat es deutlich schlimmer getroffen. Die haben eine ganze Veranda auf der man essen und trinken konnte verloren. Es müssen unglaubliche Kräfte gewirkt haben. Vom Strand selbst ist quasi nichts mehr da. Der Sand wurde bis zur letzten Palme kurz vor dem rechts daneben liegenden Resort mind. 2 Meter tief abgetragen.

Während wir also entsetzt auf die zerstörte Küste starren, lümmeln die Kiter inkl. Lee und seinen Kitelehrern weiterhin maximal entspannt auf ihren Chill-Sandsäcken. Kanh findet es offenbar extrem lustig wie geschockt wir Richtung Geröll schauen. Jeder Europäer hätte völlig hysterisch seine Versicherung an die Wand telefoniert. Hier gab es ein unbeeindrucktes Schulterzucken. Lees Sorge war wohl offenbar eine andere.

„Here no wind. We go to Phang Rang for a day trip. There is wind. Come with us?“

Natürlich. Die einzige Sorge eines Kiters ist wieder möglichst an Wind zu kommen. Was also tun? ins blaue fahren und den Jungs folgen? Phang Rang ist Angelich null touristisch und 2-3 Stunden mit dem Motorbike von hier aus gesehen entfernt. Wir müssten all unseren Krempel aufs Bike laden und eine lange Fahrt Richtung Norden in Kauf nehmen. Machen oder lassen?

 

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