Halong Bay

Hanoi an sich kann man sich nicht lange antun. Essen ist spannend, klar. Architektur ist irgendwie dann doch überraschend anders als sonst wo in Asien; der Kolonialstil ist unverkennbar. Aber es ist dann doch irgendwie ein Großstadt. Eine laute, wuselige, chaotische, verrückte Großstadt, in der so bald die Sonne untergeht direkt der eigentliche Lebenssinn der Vietnamesen beginnt: Essen. Überall stehen plötzlich kleine Plastikstühle, es wird quasi in der gesamten Stadt gekocht. Es ist verrückt.

Der Verkehr ist noch verrückter.. Es gibt faktisch keine Regeln. Hier kann man natürlich nicht mehr als 2 Tage verbringen. Die Halong Bucht müssen wir dennoch mitnehmen, das ist Pflicht. Wir buchen also einen Trip von Hanoi aus, für je Person 35 Dollar. Es ist ein Tagestrip, im Internet und im Reiseführer heißt es dass man mindestens 40 Dollar zahlt, daher wirkt das ganze recht preisgünstig. Wer weiß was uns da erwartet, wahrscheinlich gibt es einen 8 Sitzer für 20 Leute ..aber weit gefehlt! Wir werden pünktlich abgeholt, haben einen Reisebus für 28 Leute mit 18 Leuten besetzt und die ganze Tour erweist sich als doch deutlich mehr als das übliche Fahren – Billiges Boot- Zurückbringen. Klar halten wir auf dem Hinweg wieder an gefühlten 4234832904803 Hotel an um alle Touristen abzuholen. Diesmal sind keine Europäer dabei, dabei umsomehr Asiatische Touristen. Unter anderem auch ein sehr indisch aussehender Mongole (klein, dunkel, kitschiges Hemd, goldene Kette, Brusthaare) und seine beiden dicken chinesischen Freunde (stark geschminktes Mädel, breiter Typ mit Hut und Selfie-Stick welcher alle 3 Minuten zum Einsatz kommt). Der macht direkt auf sich aufmerksam, in der lautstark verkündigt, dass er nicht auf einem „normalen“ Platz sitzen kann. Unglaublich unser Guide, der ihm geduldig erklärt, er könne nicht direkt neben dem Busfahrer sitzen, aus „Versicherungsgründen“. Sehr spannend anzusehen, dass sich nicht nur die Deutschen immer über alles beschweren. Der kleine Mogole nimmt irgendwann schmollend auf einem normalsterblichen-Sitz Platz. Es kehr Ruhe im Bus ein.

Wir fahren los und ich verfalle augenblicklich in meinen Standard- Reise-Schlaf von exakten 4 Stunden. Man muss mich wecken, als wir ankommen, Klaus sieht gleichzeitig nicht so fit aus. Er hat wie immer kerzengerade in seinem Sitz gesessen ohne ein Auge zuzubekommen.

Wir sammeln uns alle am Hafen. Der kleine Mongole macht gleichzeitig unserem vietnamesischem Guide klar, dass er bitte ein eigenes Boot für sich und seine Freunde will. Er hat ja schließlich VIP gebucht. Zu seinem Entsetzen wird er mit 40 anderen Leuten auf ein Boot verladen. Das Boot ist aber alles andere als schlecht.

Wir steigen ein, es gibt direkt essen (haben wir null mit gerechnet und sind begeistert).. Das Boot verlässt den Hafen. Augenblicklich wird eine Landschaft aus zig Kalkgesteinsfelsen vor uns sichtbar. Wir fahren mitten durch eine Hülle von kleinen Inseln durch (und ich habe erstaunlicherweise die ganze Zeit erstklassigeni Internetempfang). Es ist wunderschön und irgendwie surreal. Ein wenig erinnert mich das an Thailand und die dortigen Westlichen Inseln. Aber es ist dennoch einzigartig.

Abends stiefeln wir noch durch die Altstadt. Klaus trinkt einen Kaffe mit Ei (ja sowas gibt es hier! Delikatesse!), was nach Ei mit Kuchenteig schmeckt und wir fallen recht früh erschlagen in den Schlaf

 

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